Kulinarische Momentaufnahmen
Tuesday, 4. May 2010 - von Ariane

Die Lachsbrötchen der Frau Esskultur – Esskultur.at

Passend zu den Lussekattern der Frau Esskultur meines letzten Eintrags, gibts heute das Rezept für die hausgebeizte Biolachsseite.

Auch ich habe die Lachsbrötchen sehr netten Menschen serviert: Meiner Familie.

Ich liebe Lachs, vor allem zum Frühstück einfach nur zu knackigem Weißbrot. Zu Hause gabs den Lachs oft geräuchert, seitdem ich die Lachsbrötchen der Frau Esskultur kenne, will ich nur noch hausgebeizten Biolachs! Ein Unterschied wie Tag und Nacht, einfach herrlich! Apropos Nacht- Der Lachs muss über zwei Nächte im Kühlschrank liegen und immer wieder gewendet werden. Bevor man also liebe Menschen zu Lachsbrötchen einlädt, sollte man drei Tage Lagerzeit einplanen. Der selbstgebeizte Lachs macht gar nicht viel Arbeit, nur der Preis ist für einen normalen Studenten fast nicht bezahlbar. Aber was solls, ich mache schließlich Diplom und zum Glück verdiene ich bald (hoffentlich) genug Geld, um meinen Gästen öfter gebeizten Biolachs zu servieren.

Die Biolachsseite wird gewaschen, abgetupft, nach Gräten kontrolliert und mit einem scharfen Messer mehrmals vorsichtig eingeschnitten, damit die Beize im Kühlschrank besser einwirken kann.

Dann wird der Lachs mit einer Dill-Salz-Zucker-Koriander-Pfeffer Mischung liebevoll eingerieben (meiner wurde gestreichelt).

Zum Schluss wird der Lachs in Folie gewickelt, die Frau Esskultur nimmt dazu allerdings ein grobes Leinentuch.

Wichtig: Man sollte sich vorher vergewissern, ob eine Form in Lachslänge und vor allem einen großer Kühlschrank im Haus ist. Hätte ich das Experiment in meiner Studentenküche gewagt, wäre es aus Platzmangel gescheitert (oder ich hätte den armen Lachs in Zwei teilen müssen).

Nachdem der Lachs zwei Tage im Kühlschrank schlummerte und zwischendurch immer wieder gewendet wurde, ist das Festmahl fast fertig. Das Wenden ist ist für den regelmäßigen Beizvorgang wichtig.

Wie man auf dem Bild sieht, ist es praktisch den Lachs mit vier Händen aus seinem Bett zu heben. Der Lachs ist schwer und flutscht durch die Folie schnell aus der Hand.

Durch die Beize ist der Lachs jetzt sehr fest, seine Farbe ist viel intensiver geworden. Beim auspacken zieht mir ein herrlicher Duft in die Nase!

Der Lachs wird gründlich abgewaschen, abgetupft und anschließend werden mit einem sehr guten, scharfen Messer feine Scheiben abgeschnitten. Der Tipp der Frau Esskultur , “diagonal und am breiten Ende beginnend” zu schneiden, funktioniert wunderbar. Für das Schneiden sollte man eine gute halbe Stunde einplanen.

Kurz vor dem Servieren werden die noch warmen Lussekatter (aus dem vorherigen Eintrag) aufgeschnitten, mit Lachs belegt und Mango-Limettensauce beträufelt. Der erste Bissen- purer Genuss! Die Familie freut sich, der Vater köpft zur Feier des Tages einen Sekt, der Abend wird lang und lustig!

Das Rezept der der Frau Esskultur mit allen Zutaten und ausführlicher Beschreibung findet ihr hier.

Fotos: Ralf und Ariane Bille

Kommentare

  1. Evi - 4. May 2010 at 12:16

    Sehr appetitanregende Fotos! Selbstgebeizter Lachs ist hier schon länger auf der Nachkochliste, es fehlt nur momentan die Gelegenheit so eine Riesenseite dann auch zeitgerecht aufzubrauchen.

    Im Aufschneidefoto habe ich wirklich ganz furchtbar Angst um die Finger da _vor_ dem Messer. Das geht mit etwas Übung auch ganz gut vorm Körper / den Fingern weg. ;)

  2. Ariane - 4. May 2010 at 12:19

    Übung macht den Meister ;-)

  3. Hesting - 4. May 2010 at 20:50

    Mein erster Eintrag hier, glaube ich …

    Löblich, daß Du Dich an den Lachs herangetraut hast.
    Ich habe ja auch nur eine Studentenküche, aber für eine Person und zum Probieren reicht ja auch ein kleines Stück Lachs aus. :)

    Weiter so!

  4. Herr Paulsen - 6. May 2010 at 12:16

    Die Fotos sind teilweise wirklich outstanding, mein Kompliment an den Fotografen!

  5. Ariane - 7. May 2010 at 07:23

    Merci! Wenn der Herr Paulsen das sagt, dann will das was heißen! Ich werde es weitersagen!

  6. ralf - 14. May 2010 at 23:45

    die Brötchen u n d der Lachs das war das Salz in der Suppe

  7. katha - 14. June 2010 at 23:18

    wahnsinns-fotos, auch wenn ich mich wiederhole. und schön, dass euch die kombination auch so getaugt hat wie uns.

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