Kulinarische Momentaufnahmen
Thursday, 10. June 2010 - von Ariane

Ehrlich nährt am Längsten – Anonyme Köche

Endlich ist der Sommer da! Ganz nach meinem Geschmack strahlt die Sonne vom Himmel! Blöd, dass ich gar keine Zeit habe, den so spät eingetroffenen Sommer zu genießen. Im Moment kommt alles etwas kurz, leider auch das Bloggen. Aber das Ziel ist nicht mehr weit entfernt, deswegen heißt meine Devise: Augen zu und durch! Noch knapp fünf Wochen, dann ist mein Diplom-Präsentationstermin. Im Blog hinke ich etwas hinterher, aber das Buch wächst und gedeiht! Ich freue mich schon riesig auf den Moment, wenn ich hier im Blog die ersten Bilder des Buchs präsentieren kann!

Weil mal wieder so wenig Zeit ist, fange ich gleich mit dem heutigen Gericht an. Ehrlich und einfach wird es heute schmecken. Ganz nach dem Geschmack von Claudio: “Past‘ e fagioli” (Nudeln mit Bohnen). Zeit braucht man für die Zubereitung eigentlich nur für die selbstgemachten “Gnocchetti” und eine Nacht vor der Zubereitung sollte daran gedacht werden, die Bohnen in der dreifachen Menge Wasser einzulegen.

Ansonsten ist das Rezept erfrischend puristisch, so wie wir es von den Anonymen Köchen kennen: Fagioli occhio nero (Augenbohnen), Olivenöl, Knoblauch, Peperoncino eine Sellerierippe, ein paar Löffel passierte Tomaten und die selbst gemachten Gnocchetti sind die Hauptdarsteller der “Past‘ e fagioli”.

Leider habe ich bei meinem Einkauf keine Augenbohnen (Fagioli occhio nero) ergattern können. Claudio hat seine aus Umbrien mitgebracht, ich hoffe mein Ersatz ist keine Fauxpas!… Augen haben sie jedenfalls auch…

Der Pastateig wird ohne Ei, mit Wasser, Hartweizenmehl und einer Prise Salz hergsetellt. Die kleinen Gnocchi stellten meine Geduld auf die Probe. Sie wollten einfach nicht den Durchmesser von 4 mm erreichen, die Rollen wurden wegen meiner Ungeduld etwas ungleichmäßig. Vielleicht habe ich den Teig zuvor nicht lange genug durchgeknetet.

Nachdem die Gnocchetti in sprudelndem Salzwasser gekocht wurden, werden sie zu den der Bohnen-Tomaten-Mischung gegeben. Das Pastawasser verleiht dem Ganzen eine suppige Konsistenz.

Trotz etwas zu groß geratener Gnocchetti ist das Resultat einfach gut- ehrlich!

Hier gehts zu Claudios Rezept.

Kommentare

  1. Eline - 8. June 2010 at 13:08

    Bodenständig und gut – wenn auch erst wieder im Winter. Ich bin mehr mit der friulanischen Variante (Borlottibohnen, Eier-Pasta, Speck und Kartoffeln) vertraut. Aber wie immer gibt es von “Volksnahrung” hunderte Varianten.

  2. Freundin des guten Geschmacks - 8. June 2010 at 16:33

    Bei uns wärs heut gegangen, wir hatten Regen. Sonst im Herbst, aber dann mit großem Genuss.

  3. Ariane - 9. June 2010 at 17:15

    Es war Anfang März, als ich die Suppe gekocht habe. Die winterliche Temperatur hat wunderbar zur Suppe gepasst!

  4. Hesting - 10. June 2010 at 17:50

    Hast Du Dich in der Überschrift geirrt?
    Ich hätte anhand dieser eher ein Interview erwartet.

    Verwirrte Grüße
    H.

  5. Ariane - 11. June 2010 at 22:52

    hallo hesting,
    ich habe die überschriften immer nach den blogeinträgen der autoren benannt, deswegen auch hier claudios headline “ehrlich nährt am längsten.” hoffe du bist nun nicht mehr verwirrt :)

    grüße zurück

  6. Arthurs Tochter - 12. June 2010 at 15:50

    hmmm, und die Bilder wieder!

  7. Ariane - 13. June 2010 at 22:03

    oooh, grazie! hat auch so geschmeckt!

Past‘ e fagioli

Im Oktober 2013 ist mein Buch »Foodblogs und ihre besten Rezepte« im Hädecke Verlag erschienen.



Gourmand World Cookbook Award Winner 2014 for Germany. Category »Blog«.



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Mizzis Küchenblock | Der Genussblog von Hädecke