Kulinarische Momentaufnahmen
Unbehaun´s Eis mit Schlagsahne © Ariane Bille
Dienstag, 3. Mai 2011 - von Ariane

Eiszeit bei Unbehaun in Düsseldorf

Endlich ist Eisdielenzeit und diese habe ich schon im März in meiner absoluten Lieblings Eisdiele eröffnet: bei Unbehaun. Seit über 100 Jahren gibt es das kleine Düsseldorfer Eiscafé, schon mein Opa hat dort als kleiner Junge sein Eis geschleckt.

Für mich hat sie mittlerweile absoluten Kult-Status erreicht. Das beginnt bei den puristisch gestalteten Eisbechern, von denen etwa 15 Portionsgrößen wählbar sind, und endet bei der Auswahl der sage und schreibe fünf Eissorten Vanille, Schokolade, Nuss, Zitrone und Erdbeere, welche bis zum Rand in die Becher gestrichen werden.
Der 60er Jahre Flair der Inneneinrichtung ist auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig, aber genau so find ich´s toll!

Qualität steht bei Unbehaun im Vordergrund. Das Eis wird aus frischer Milch hergestellt und ist frei von Essenzen und Farbstoffen, weswegen es auch farbloser als gewöhnliche Eissorten wirkt. Der Geschmack ist dafür bombastisch- nicht zu süß und natürlich, genau nach meinem Geschmack. Dazu noch ein Häubchen der hausgemachten Sahne- perfekt!

Nicht nur mein Opa und ich wissen was gut ist. An Wochenenden stehen die Eis-Verrückten Düsseldorfer bis “umme Ecke”  in der Schlange. Man sollte also Geduld und Stehvermögen mitbringen, dann wird man mit dem “besten Eis nördlich der Alpen” belohnt.

Unbehaun´s Eis
Aachener Straße 164
40223 Düsseldorf-Bilk
Telefon: 0211- 153575

Fotos: Ariane Bille

Kommentare

  1. Jens - 4. Mai 2011 um 11:45

    Ich kann die Lobeshymnen nur mitsingen. Unbehaun ist kult!
    Auch ich stand schon unzählige Male in dieser Schlange.

  2. Ariane - 4. Mai 2011 um 15:51

    Zum Glück dauert das Warten in der Schlange gar nicht so lange, weil die Eisverkäufer dort im Zeitraffer die Eisbecher vollspachteln ;)

  3. torsten schöneich - 4. Mai 2011 um 22:53

    also jetzt mal ehrlich, wenn unbehaun jemals gut war isses das heute aber mal echt nicht mehr. ich kann nicht verstehen wie man dieses unterdurchschnittliche eis sooo hypen kann. wir bei törtchen törtchen machen unsere sorbets aus reinem fruchtpüree, unsere sorten mit milch sind rein bio, und unsere nüsse und pistazien importieren wir aus dem piemont und aus bronte. ich lade sie gerne auf eine kostprobe ein.

    gruß aus der backstube

    torsten schöneich

  4. Ariane - 12. Mai 2011 um 13:30

    Hallo Torsten,
    danke für Ihre Einladung! Wenn ich das nächste Mal in der Gegend bin, schaue ich gerne bei Ihnen vorbei und bin gespannt auf eine Kostprobe!
    Wenn Unbehaun sooo unterdurchschnittlich wäre, wie Sie es in Ihrer Kritik beschreiben, dann verstehe ich den Erfolg der Eisdiele nicht (und das seit immerhin über 100 Jahren). Letztes Jahr wurde Unbehaun sogar vom Feinschmecker zu den besten Eisdielen Deutschlands gewählt.
    Ich verbinde mit Unbehaun schöne Kindheitserinnerungen und habe bisher selten Eis gegessen, dass mich so überzeugte wie das von Unbehaun. Aber das alles ist eben auch eine Geschmacksfrage.

  5. Fräulein Text - 19. Mai 2011 um 17:49

    ob wir uns in der schlange wohl schon mal begegnet sind? ;) herzlichst, frl.
    ich komme übrigens über nutriculinary – und das jetzt bestimmt öfter …

  6. Ariane - 21. Mai 2011 um 16:59

    Leider ist Unbehaun ja mittlerweile ganz weit weg, bzw. ich bin ganz weit weg. Aber bei fast jedem Großeltern-Besuch schaue ich bei Unbehaun vorbei. Es kann also sein, liebes Fräulein Text, dass wir uns dort schon mal begegnet sind :)

  7. Sacha Nikelait - 20. Juni 2011 um 08:28

    Ich muss Torsten absolut recht geben. So gut wie früher ist das Eis von Unbehaun längst nicht mehr! ich weiß nicht was heute fehlt aber mit geschlossenen augen ist es mir noch kaum möglich vanille von nuss zu unterscheiden so wässrig ist es geworden. Das einzige was noch so schön ist wie früher sind die Becher. Unbehaun ruht sich auf den lorbeeren aus die sich die Vorfahren sicher redlich verdient haben, selbst im. Der Hype um den Laden ist total künstlich – selbst im Eiscafé PIA in der Altstadt ist das Eis 1000 mal besser. Sorry Unbehaun, vor dreißig Jahren hab ich dich mal sehr geliebt!

    Grüsse

  8. Stefan - 8. Juni 2014 um 06:37

    Genau meine Meinung! Ich kann den Hype auch nicht mehr verstehen…Das liegt wohl am Zeitgeist. Die Generation “Plastik” bevorzugt künstliche Aromen und ist gar nicht mehr in der Lage selbst zu kochen. Gut, sie kennen halt auch den alten Geschmack nicht. Ich finde auch daß das Eis viel wässriger schmeckt als früher. Profit geht halt vor Qualität. Somit entgeht den heutigen Generationen viel Gutes…

  9. Das kleine Eisinterview mit Ariane, einer Eisliebhaberin aus Berlin | Berlin ißt Eis! - 15. April 2015 um 06:01

    [...] Wo in Berlin/Deiner Heimat gehst Du Dein Lieblingseis essen? Düsseldorf: Unbehaun’s Eis, die machen schon seit über 100 Jahren Eis, mehr dazu hier [...]

  10. Britta - 19. Juni 2015 um 09:08

    Unbehaun-Eis wird seit über 100 Jahren nach demselben Rezept hergestellt, Torsten, Sascha und Stefan. Daher kann sich der Geschmack wohl kaum verändert haben. Wohl aber vielleicht Eure von chemischen Zusatzstoffen anderer Eissorten verwirrten Geschmacksnerven? ;-)

  11. Ariane - 19. Juni 2015 um 09:36

    GENAU, Britta! Lass es dir schmecken – ich habe Sehnsucht danach!

Opa Ludwig mit Mama © Ariane BilleUnbehaun´s Eis mit Schlagsahne © privatUnbehaun Verpackung © Ariane Bille

Im Oktober 2013 ist mein Buch »Foodblogs und ihre besten Rezepte« im Hädecke Verlag erschienen.



Gourmand World Cookbook Award Winner 2014 for Germany. Category »Blog«.



48 kulinarische Erzählungen und Rezepte von 12 deutschsprachigen Foodblogger/innen. Nachgekocht, fotografiert und genussvoll verzehrt von Ariane Bille. Konzipiert und kreiert als Buch, App und Blog.


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