Kulinarische Momentaufnahmen
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Donnerstag, 2. Mai 2013 - von Ariane

Flammkuchen mit Zitrone und Basilikum

Am Wochenende war ich mit einer Gruppe kochverrückter Menschen unterwegs. Gemeinsam haben wir die Südtiroler Spargelfelder unsicher gemacht. Die Firma Neff hatte zum Spargelstechen eingeladen und uns zwei genussreiche Tage beschert. Wein war auch im Spiel. Jede Menge sogar! Davon erzähle ich aber ein ander Mal ausführlicher.

Heute wird nämlich endlich mal wieder der Backofen angeschmissen. Flammkuchen mit Zitrone und Basilikum soll es geben: Das absolut gelungene Appetithäppchen unseres Kochabends in der Pergola Residence. Das Rezept hat die bezaubernde Christina Richon kreiert, die uns an diesem Abend in kulinarischen Fragen zur Seite stand. Gekocht habe ich an diesem Abend nicht wirklich, dafür hatte ich aber einen entspannten und vorallem köstlichen Abend mit Gleichgesinnten. Und einen beeindruckenden Ausblick noch dazu!

Der Flammkuchen war der Renner – da waren wir uns alle einig. Und weil der Teig so schön fluffig, knackig und trotzdem saftig war, musste ich heute unbedingt testen, ob er auch ohne den VarioSteam® Dampfbackofen gelingt.

Von fluffig war leider nicht die Rede. Knusprig war er, aber leider auch ein bißchen trocken. Die zweite Runde war schon ein bisschen besser, weil ich den Flammkuchen auf unterster Schiene im Ofen gebacken habe. Mein oller Backofen ist  ein wenig eigenwillig. Einstellen kann man da gar nichts, man kann ihn nur ein- und ausschalten und die Temperatur einstellen. Geschmeckt hat´s aber trotzdem, und dafür dass ich mit so einem Old School-Ofen gebacken habe, ist er mir doch ganz gut gelungen, oder? Wie Claus so schön sagt: “Früher hatten sie auch nur Holzöfen. Heiß oder kalt, dazwischen war nix.”

Trotzdem – mein alter Backofen hat ausgedient. Ein Neuer muss her und ich muss zugeben, dass ich nach unserem Kochabend mit so einem schicken Dampfbackofen liebäugle. Aber zuallererst wird ein Pizzastein angeschafft!

Flammkuchen mit Zitrone und Basilikum

(Ich habe das Rezept an wenigen Stellen für alle Old-School-Bachöfen umgeschrieben)

Hefeteig
200 g Mehl
¼ Würfel frische Hefe
1 Prise Zucker
ca. 100 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl, 2 Prisen Salz

Belag
1 Knoblauchzehe
1 kleine grüne Chilischote
1 Bio-Zitrone
200 g Crème fraîche
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
½ Bund Basilikum
100 g luftgetrockneter Südtiroler Speck

1. Das Mehl in eine Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde drücken. Hefe hineinbröckeln und mit Zucker und 50 ml lauwarmen Wasser verrühren. Den Vorteig stehen lassen, bis sich Bläschen bilden (ca. 15 Min.). Danach mit Olivenöl, Salz und dem restlichen Wasser verkneten. Weitere 30 Min. gehen lassen. (Wenn man einen Dampfbackofen besitzt: Gärstufe 3 im Backofen einstellen und auf Einschubhöhe 1 den Teig in der Schüssel 30 Min. gehen lassen).

2. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Teig auf ein wenig Mehl rund ausrollen (ca. 32 cm Durchmesser). Das Backblech mit 1 EL Olivenöl einpinseln und den Teig darauf legen. Weitere 30 Min. gehen lassen. (Wenn man einen Dampfbackofen besitzt: Auf Gärstufe 2 nochmals 30 Min. gehen lassen. Danach den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.)

3. Crème fraîche mit dem Knoblauch, der Chili und der Zitronenschale verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Creme auf den Teig streichen. Basilikum waschen und trocken schütteln, Blätter abzupfen und einige für die Dekoration beiseite legen. Die restlichen Blätter klein schneiden und unter die Creme rühren. Zitrone komplett schälen, in feine Scheiben schneiden und auf dem Flammkuchen verteilen.

4. Im Ofen etwa 15–20 Min. backen. (Wenn man einen Dampfbackofen besitzt: Auf Einschubhöhe 2, mit Dampfintensität hoch, ca, 25 Min. backen.) Mit grob gemahlenem Pfeffer würzen.

Originalrezept von Christina Richon aus dem Buch Knusprig, Zart und Saftig, erschienen im AT Verlag.

Kommentare

  1. Sandra Gu - 3. Mai 2013 um 05:40

    Oh sieht das köstlich aus! Südtirol ist schon eine schöne Gegend :)
    Der Flammkuchen kommt gleich mal auf die ToDo-Liste, ich liebe gerade die “einfachen” Dinge.

  2. Frau Kampi - 3. Mai 2013 um 07:25

    Ich denke, mit einem Pizzastein bekommst du schon ganz ansehnliche Ergebnisse. Ich hab auch einen vorsintflutlichen Ofen, da ist auch nix zwischen heiß und kalt. Aber Flammkuchen geht, wenn ich den Stein ordentlich vorheize.
    Ich bin ganz deiner Meinung, dass das ein tolles Event war. hat mich gefreut, dich und alle anderen kennenzulernen.
    Liebe Grüße, Sandra

  3. Mimi - 3. Mai 2013 um 19:30

    Die Kombination klingt geilllll! Will ich alsbald nachbacken, Pizzastein hab ich, Ofen :Old School, was soll’s…….Dank deines Eintrags habe ich jetzt Fernweh….

  4. melliausosna - 6. Mai 2013 um 15:37

    Oh das sieht ja wirklich extrem lecker aus!

  5. Ariane - 8. Mai 2013 um 08:04

    Fand ich auch, Frau Kampi! Gerne wieder. Der Pizzastein steht schon auf der Wunschliste :)

  6. Ariane - 8. Mai 2013 um 08:07

    Mimi – der kann ja nur gelingen!
    melliausosna – schon nachgebacken?
    Sandra – oh ja, Südtirol ist schon eine schöne Gegend. Nächstes Mal muss ich länger bleiben …

  7. Claus - 9. Mai 2013 um 19:33

    Deine Fotos sind der Hammer , Ariane!

  8. Dirk - 12. Mai 2013 um 11:36

    Ich liebe Flammkuchen – aber war bisher auch nicht sonderlich erfolgreich beim Nachmachen. Ich werds wohl nochmal probieren müssen ;)

  9. Katharina - 11. Februar 2017 um 09:22

    Vielen Dank für das Rezept, sieht sehr lecker aus. :-)
    Wir haben uns vor einiger Zeit auch einen Dampfbackofen zugelegt und nutzen ihn extrem viel. Durch die vielen versch. Funktionsmodi ist man sehr flexibel… Und die Dampfgarfunktion funktiniert eben für manche Rezepte so viel besser, als wenn man im normalen Backofen backt. Auch wenn man bspw. ein altes Brot wieder aufbacken möchte, wird das mit einem Dampfbackofe wieder frisch und weich. LG Katha

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