Kulinarische Momentaufnahmen
Wednesday, 7. April 2010 - von Ariane

Food-Bloggen auf Probe

Zuallererst: Ihr wundert euch bestimmt warum ich als angehende Diplom-Designerin kein eigenes Blog gestaltet habe. Lange habe ich überlegt, fast zwei Wochen habe ich damit verbracht Layouts zu machen, die ich dann zum Schluß alle verworfen habe. Das war Ende Februar. Jetzt haben wir schon Anfang April. Am Ende habe ich mich dann doch entschieden über die Gestaltung des Blogs hinwegzusehen und mich auf das (Koch)Buch zu konzentrieren. Ich hätte mich aus gestalterischer Sicht zu sehr eingeschränkt, wenn der Blog schon jetzt ein eigenes Erscheinungsbild bekommen hätte. Also hoffe ich, dass auch ihr darüber hinweg sehen und euch noch ein bisschen gedulden könnt! Wie sagt man doch so schön: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Das ist also auch ein Grund, warum mein Projektblog “Kulinarische Momentaufnahmen” so spät und dann auch noch so “nackt” startet. Ausserdem drücke ich mich gerne vor Dingen, die ich noch nie gemacht habe. Einen Blog, oder speziell einen Foodblog habe ich noch nie geschrieben, und ehrlich gesagt weiß ich nicht wirklich wie ich beginnen soll… Foodblogs lesen ist großartig! Aber einen eigenen schreiben? Kann ich das? Und wer liest mich am Ende?

Wie ihr seht wage ich den Sprung ins kalte Wasser, so habe ich es auch mit den Interviews der 12 Foodblog-Autoren gemacht. Nachdem ich die ersten Antworten von Claudio und Stevan zurück bekam, war für mich auch diese Hürde überwunden. So solls jetzt auch mit dem Food-Bloggen gehen!

(Falls hier jemand nicht weiß worüber ich rede, der klickt am Besten hier und erfährt mehr über mein Projekt “Kulinarische Momentaufnahmen”).

Im März war ich wegen der Diplom-Korrektur drei Wochen in der Heimat und habe die große Küche meiner Eltern genutz, um die Menü-Auswahlen der Foodblogger nachzukochen . Ich war nur noch auf Märkten und Supermärkten unterwegs, stand bis nachts (kochend und fotografierend) in der Küche und habe auch sonst von Düsseldorf und meinen Freunden nicht viel mitbekommen. Ich war wie in Trance, es war eine Heidenarbeit aber es hat verdammt noch mal Spaß gemacht! So kanns mit dem Diplom weiter gehen… Die Eltern und der kleine Bruder haben sich übrigens auch über die vielen unbekannten Speisen gefreut. Ich fand´s natürlich auch klasse, weil ich Experimente liebe und nicht gerne alleine esse!

Im Laufe der nächsten Zeit werde ich hier meine Kocherlebnisse dokumentieren und bin gespannt auf eure Kommentare, gerne auch Kritik.

Zum Schluss möchte ich mich noch mal bei allen teilnehmenden Foodbloggern bedanken, ohne die mein Projekt nicht möglich und auch nur halb so schön wäre!

Kommentare

  1. ralf - 9. April 2010 at 16:22

    ich sage nur gebeizter Lachs mmmh

  2. Ariane - 9. April 2010 at 19:52

    oh ja! der war fein! und bald wird er auch hier zu sehen sein!

  3. Mimi - 10. April 2010 at 09:56

    boah, ich sag RIPPCHEN…, der pure Genuß! Wann gibts’n Würste vom Grill? Mir tropft schon der Zahn. Soll ich schonmal Brennholz sammeln? Ach ja, und Opa fand den Lachs mit Lyssekatter genial!

  4. Marqueee - 17. April 2010 at 19:29

    Hey, Ariane. Schön zu lesen, dass es vorwärts geht. Ich freue mich jetzt schon auf die Diplom-Woche im Sommer. Best Wishes, TG

  5. Ariane - 18. April 2010 at 08:15

    Oh… und ich bin erst gespannt auf die Diplom-Woche! Die Nervosität setzt langsam ein… Freue mich Dich beim Rundgang zu treffen!

  6. katha - 18. April 2010 at 14:19

    ich freue mich sehr, dass esskultur.at teil dieses spannenden (und sinnlichen!) projektes ist und bin neugierig auf all die interviews und die nachgekochten gerichte und die fotos und wie das “buch” am ende aussehen wird. viel energie für die arbeit und willkommen in der “foodblogosphäre”…

  7. Ariane - 18. April 2010 at 21:45

    ich muss sagen: die food-blogosphäre ist sehr herzlich! hier fühle ich mich wohl- schon nach den ersten tagen!

  8. richW - 19. April 2010 at 22:07

    nachdem du mit dem diplom abgehst wie nachbars lumpi, hier ein zwischenruf aus dem frankenland: Ich bin auch gespannt, auf blog, buch und das ganze projekt, wenn’s fertig ist, falls es überhaupt fertig wird. denn kochen ist jeden tag. wenn auch nicht immer photographiert wird dabei. ich müsste es ja filmen, denn ich bin fasziniert, wenn die sauce köchblubbert, die mousse sich in die steife legt oder die aubergine ihr griechisches dilemma überwindet und cross zum schnabel cuisiniert. immer drauf, close, farbig, sinnenreich.
    also und noch ‘was: leider muss ich mir gerade zucker, süßspeisen, torten, plätzchen, teilchen, kuchen, pralinen usw. usf. und ihr merkt schon in welche richtung das läuft – abgewöhnen. obwohl ich damit aufgewachsen bin, meine mutter sagensozumich mit dem ganzen leckermaulkram, buttercreme und zuckertraumwelt großgezogen hat. meine methode: zucker ist gift, ich mach’ mich mit diesen kleinen lächeligen junks kaputt wie mit zigaretten (oh hab’ ich gern geraucht!). es bleibt aber noch fußball, bei alk bin ich noch unentschieden. also was ich damit rüberschieben möchte, ohne ein beleidigtes würstchen zu mimen: berlin oder düsseldorf, egal ob ariane, konni oder ralf, der billepark könnte doch wieder ‘mal für mich kochen, echt, oder!? revanchekoch in bratwurst city oder, na ja, geschmortes kaninchen mit backpflaumen und rother rotschaligen bratkartoffeln, wie wär’s.

    winke
    richW

  9. eline - 19. April 2010 at 22:12

    Warte nur, Ariadne, die ersten “Wadlbeissereien” kommen schon. Ist ja auch keine heile Welt hier. Nimmst leicht!

  10. Ariane - 20. April 2010 at 09:32

    Eline: Stimmt, auch die Food-Blogosphäre ist kein Ponyhof, aber auf Kritik war und bin ich eingerichtet. Das gehört auch dazu. Trotzdem überwiegen für mich die positiven Reaktionen und motivieren mich zum weiter arbeiten. Ich nehm´s leicht :-)

    Rich: Nachbars Lumpi? Also ehrlich ;-) Nach meinem Diplom werde ich definitiv das Frankenland und seine (hoffentlich nicht beleidigten) Rostbratwürstchen besuchen! Das ist mal wieder bitter nötig! Gekocht wird selbstverständlich, aber nur wenn wir alle zusammen Fränkische Speisen kochen. Ist das ein Deal?

  11. lihabiboun - 20. April 2010 at 10:40

    Liebe Ariadne,

    was für ein schönes Projekt, das Sie sich da ausgedacht haben! Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Interviews und die Rezepte und überhauptsalles, gell … Viel Erfolg!

  12. Ariane - 20. April 2010 at 10:56

    Lihabiboun: Schön, dass Ihnen mein Projekt so gut gefällt. Bald gibt es neue Interviews (ich weiß gar nicht welches ich zuerst posten soll, die sind alle so spannend) und an Rezepten fehlt es auch nicht!

  13. Frank - 23. April 2010 at 15:42

    Hallo Ariane,
    hab eben von Konni ein paar interessante Links bekommen. Jetzt weiss ich , was ein Foodblog ist ;-)
    Hab ja nur im März das Blitzen aus dem Küchen-Fotostudio mitbekommen und was von “Kochbuch” gehört.
    Auch wenn ich mehr nach dem Motto “wenn ich Hunger habe muss es schnell gehen” koche (wenn überhaupt), so machen Deine Berichte so richtig Lust, mal wieder ausgiebig raffinierte Rezepte nachzukochen. Und die Bilder sind einfach traumhaft. Na ja, bist eben ein Profi, kein Wunder, bei den Eltern ;-)
    Alles Gute, viel Glück und Spaß bei Deiner Arbeit!!!

  14. Ariane - 23. April 2010 at 18:44

    Hallo Frank,
    im Mai wirst Du auch wieder das Blitzen aus dem Küchen-Fotostudio erleben :-) Wenn was übrig bleibt bring ich euch mal was vorbei, dann kannst Du Dich auch vom Geschmack überzeugen lassen. Bisher waren alle Rezepte super zum Nachkochen!

    Bis bald in der Heimat!
    Ariane

  15. Token - 26. April 2010 at 14:32

    Bin über die anonymen Köche auf einen Blog gestoßen und finde das Projekt sehr spannend. Eine tolle Idee. ICh finde es auch sehr toll zu sehen, wie du in deiner Küche die ganzuen tollen Fotos fotografiert hast, da kann man sich bestimmt noch eine Scheibe abschneiden :) Weiter so!

Im Oktober 2013 ist mein Buch »Foodblogs und ihre besten Rezepte« im Hädecke Verlag erschienen.



Gourmand World Cookbook Award Winner 2014 for Germany. Category »Blog«.



48 kulinarische Erzählungen und Rezepte von 12 deutschsprachigen Foodblogger/innen. Nachgekocht, fotografiert und genussvoll verzehrt von Ariane Bille. Konzipiert und kreiert als Buch, App und Blog.


Vice Content Network

»Das Buch bringt viele Perspektiven zusammen und kommt so der kulinarischen Bewegung im Web erstaunlich nahe – ihren Protagonisten und Motiven, der Kochlust samt Rezepten.« Valentinas-Kochbuch



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