Morgen ist mein Geburtstag und dieses Jahr feiere ich zum ersten Mal ohne meine Familie. Wer backt mir jetzt einen Geburtstagskuchen, mit Zuckerguss und Kerzen? Niemand. Mein Liebster kann kochen, aber backen… traut er sich nicht!? Auf mein Geburtstags-Ritual will ich nicht verzichten, schließlich gab´s 26 Jahre jedes Jahr einen Kuchen. Es ist aber auch irgendwie bemitleidenswert, wenn man sich seinen eigenen Kuchen zum Geburtstag backen muss. Ich habe mich für eine Zwischenlösung entschieden: Kuchen gibt es keinen, aber dafür etwas das bisher auch noch auf keinem meiner Geburtstage gefehlt hat: Krebbel. Krebbel sind kleine Berliner (oder Pfannkuchen, wie man in Berlin sagt) ohne Marmeladenfüllung. Frisch gebackene „Krebbele“ backt mir meine liebe Oma jedes Jahr, alle freuen sich drauf und sie können locker mit jedem Geburtstagskuchen mithalten! Das Gute ist: Krebbel sind schell gemacht und wenn nicht alle gegessen werden, kann man den Rest einfach einfrieren.
Der Hefeteig besteht aus 500 g Mehl, 1 Päckchen Hefe, 1/4 l Milch, 200 g Butter, 100 g Zucker, 3 Eier und 1er Prise Salz. Und so einfach gehts: Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und Zucker, Salz und Eier hineingeben. Milch mit der Butter leicht erhitzen von der Platte stellen und die Hefe darin auflösen. Die Mischung zum Mehl geben und das Ganze mit dem Knethaken gut durchkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sich sichtbar vergrößert hat. Nochmals gut durchkneten und zugedeckt gehen lassen. Anschließend den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche daumendick ausrollen und mit einem Glas von ca. 8 cm Durchmesser Kreise ausstechen. Zum Schluss müssen die Krebbel noch mal ca. 20 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen.
Jetzt wird´s heiß! Die Krebbel werden in heißem Öl ausgebacken: 2 l Sonnenblumenöl erhitzen und die Krebbel von beiden Seiten 2–3 Minuten backen. Die goldbraunen Krebbel herausnehmen, abtropfen lassen und in einer großen Menge Zucker wälzen, abkülen lassen, kräftig hinenbeißen und genießen!
so isses wenn man erwachsen wird, immerhin gibt’s n Päckchen.
Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für das neue Lebensjahr!
Bei mir gehören Kreppel (in Normalgröße, gekauft) auch zum Geburtstag, weil ich eigentlich immer in der Faschingszeit feiere. :)
Nachbacken wollte ich die dieses Jahr auch, Du kommst also mal wieder goldrichtig! Danke!
ja aber gerne! Glückwünsche! Mein Geburtstag war vor genau einer Woche – hier ist dein Kuchen!
in Nrw nennt man Krapfen( fränkisch ) Berliner, in Berlin heißen sie Pfannkuchen?? und in Hessen Krebbel, wieso ? is ja wie bei Wiener Würstchen, bzw Frankfurter W.
Herzlichen Glückwunsch! Die Dinger sind lecker, leider vertrage ich dieses fettgebackene Zeugs nicht besonders. Vielleicht sollte ich aber nur ein paar weniger davon essen…
Es ehrt mal wieder einer den anderen… so auch ich Dich auf meinem Blog. Du mußt die Nominierung nur annehmen… Herzlichen Glückwunsch!
http://steffensinzinger.de/blog/2011/01/passend-zum-winter-ein-schneeballsystem/
Ralf: Gleich hol ichs von der Post ab, juhuuu!
Hesting: Danke! Fürs nachbacken würde ich Dir raten mehr Eier zu benutzen (habs jetzt auch im Rezept korrigiert). Die Krebbel nehmen das Fett sonst zu sehr auf. Aber angesichts des Dioxin-Skandals vergeht einem ja der Hunger auf Eier…
Ilse: Ui, der schaut lecker aus! Bekomme ich ein Stück zum Frühstück?
Ralf: In Hessen heißen sie Krebbel, Kreppel, Kräppel, Krebbelchen… so werden sie laut Wikipedia auch in Unterfranken genannt!
Claus: Ich habe noch jede Menge übrig, Du kannst es ja mal mit meinen probieren :)
Steffen: Ich fühle mich geehrt und sende Dir einen lieben Dank und Gruß! Die Nominierung ist angenommen :)
Mehr Eier als eins? *verwirrt guck*
Hesting: Uuups… jetzt sinds 3 Eier!
24 kulinarische Erzählungen und Rezepte von 12 deutschsprachigen Foodblog-Autoren. Nachgekocht, fotografiert und genussvoll verzehrt von der Design-Studentin Ariane Bille. Konzipiert und kreiert als Buch und Blog.