Kulinarische Momentaufnahmen
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Donnerstag, 19. Mai 2016 - von Ariane

Kulinarische Reisepost aus Japan 8: Rezept für thailändischen Papayasalat

Ich reise allein durch Japan und Südkorea! Damit ich mich nicht einsam fühle, teile ich meine Reiseeindrücke und Gedanken mit meinen Lieblingsmenschen. Heute verrate ich Denise das Rezept für thailändischen Papayasalat, den ich im Tit Chai in Shimokitazawa gegessen habe.

Liebe Denise,

Reisepost aus Japan und Südkorea ist ja schön und gut. Aber wo bleiben die Rezepte? Fragst du dich das? Und wo bleibt überhaupt die Reisepost an meine längste und allerbeste Freundin? Hier ist sie!

Auch an dich hab ich oft gedacht auf meiner Reise und mir immer wieder die Frage gestellt, von welchem besonderen Moment ich dir erzählen will. Ich habe mich noch mal für meinen Bummel durch Shimokitazawa entschieden, von dem ich Luisa in der letzten Kulinarischen Reisepost aus Japan erzählt habe.

Wenn du mal nach Tokio kommst, musst du unbedingt einen Abstecher in das kleine verrückte Bohème-Viertel Shimokita machen. Ach, wie schön wär´s gewesen, wenn du dabei gewesen wärst! Wir wären ganz bestimmt im Shopping-Fieber von einem Seconhand-, Platten und Tee-Laden zu nächsten gezogen. So wie früher, wenn wir Samstags in Düsseldorf zusammen shoppen gegangen sind. Der Höhepunkt war dann immer im Sushi-Laden unseres Vertrauens vorbei zu schauen – wenn unser Taschengeld nicht schon vorher für die neuesten Plateauschuhe drauf  gegangen ist ;)

Sushi kann man in Shimokita natürlich auch Essen gehen. Aber das macht ja jeder, das ist langweilig. Ich hab´ mich an meinem letzten Abend in Tokio für das kleine thailändische Lokal Tit Chai entschieden. Miyuki, die Köchin und Besitzerin des Lokals, hättest du bestimmt auch direkt in dein Herz geschlossen. Deswegen habe ich dir ihr Rezept für den Papayasalat mitgebracht, den ich bei ihr gegessen habe und ihn ein bisschen abgewandelt, sodass du ihn zu Hause ganz einfach nachmachen kannst.

Falls du eine der Zutaten nicht im Supermarkt in deiner Nähe findest (in Erkrath ist das ja immer so eine Sache),  wirst du vielleicht im Online-Supermarkt Allyouneed Fresh fündig. 20% der Ware ist Bio- und Fairtrade zertifiziert, das finde ich persönlich besonders interessant daran. Wir Berliner sind, was Einkaufsmöglichkeiten betrifft, ja sehr verwöhnt. Wie gut, dass es mittlerweile auch andere Einkaufsoptionen für den Rest, und besonders die kleineren Orte Deutschlands gibt. So steht deinem Papayasalat jedenfalls nichts mehr im Weg!

Thailändischer Papayasalat

Zutaten für 4 Personen (als Beilage)
1 Papaya, geschält und entkernt
2 Möhren, geschält
1 Handvoll Zuckerschoten, geputzt und in feine Streifen geschnitten
1 kleine Chilischote, gewaschen, entkernt und gehackt
1 Knoblauchzehe, geschält und zerquetscht
abgeriebene Schale und Saft 1 Bio-Limette
1 EL Fischsauce
8 Cherrytomaten, gewaschen
1 Handvoll gesalzene, geröstete Erdnüsse
½ Bund Koriander, geputzt und gezupft
Salz

  • Papaya und Möhren mit der Julienne-Reibe in feine lange Streifen raspeln und in eine Salatschüssel geben. Wenn du keine Julienne-Reibe hast, versuche es einfach mit dem Messer – das ist allerdings mehr Arbeit.
  • Zuckerschoten dazu geben. Knoblauch und Chilischote nach Geschmack dazu geben und den Papayasalat mit den Händen vermengen und kräftig kneten, sodass er schön saftig wird.
  • Limettenschale, Limettensaft und Fischsauce dazugeben und wieder kräftig kneten. Mit Salz abschmecken.
  • Kurz vor dem Servieren die Tomaten dazu geben und den Salat gut vermengen. Papayasalat auf Schüsseln verteilen und mit Erdnüssen und Koriander garnieren.

Dazu passt frisch gekochter Klebreis, man kann den Papayasalat aber auch ganz einfach pur genießen. Mmmmmmmh, fühlt sich fast an wie am Strand in Thailand, oder?

1000 Küsse in die Heimat!

Deine Ariane

Dieser Blogbeitrag ist eine Kooperation mit Allyouneed Fresh. Ich hatte dafür inhaltliche und stilistische Entscheidungsfreiheit.

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Im Oktober 2013 ist mein Buch »Foodblogs und ihre besten Rezepte« im Hädecke Verlag erschienen.



Gourmand World Cookbook Award Winner 2014 for Germany. Category »Blog«.



48 kulinarische Erzählungen und Rezepte von 12 deutschsprachigen Foodblogger/innen. Nachgekocht, fotografiert und genussvoll verzehrt von Ariane Bille. Konzipiert und kreiert als Buch, App und Blog.


Vice Content Network

»Das Buch bringt viele Perspektiven zusammen und kommt so der kulinarischen Bewegung im Web erstaunlich nahe – ihren Protagonisten und Motiven, der Kochlust samt Rezepten.« Valentinas-Kochbuch



Mizzis Küchenblock | Der Genussblog von Hädecke