Kulinarische Momentaufnahmen
Maroni-Schokoladen-Semifreddo mit Whiskysauce
Dienstag, 22. Februar 2011 - von Ariane

Maroni-Schokoladen-Semifreddo mit Whiskysauce – Küchentanz

Fast EIN Jahr ist dieses Projekt alt! Vor einem Jahr habe ich die 12 Foodblog-Autoren angeschrieben, sehr viel positives und interessiertes Feedback bekommen, spannende Interviews “geführt”, tolle Rezeptauswahlen bekommen und nachgekocht – es war aufregend! Ich war auf die Teilnahme der Foodblog-Autoren angewiesen, ich habe mich auf sie verlassen und bin nicht enttäuscht worden. Ganz im Gegenteil- alle haben engagiert teilgenommen, meine Fragen beantwortet, Rezepte ausgewählt und sogar kleine, private Foto-Shootings veranstaltet.

Ich bin Euch, den Autoren und Lesern, noch einige Rezepte und Interviews schuldig. Die bekommt Ihr jetzt nach und nach und heute beginnt es mit einem Rezept von Eline von Küchentanz. Ausgewählt wurde dieses von Astrid, oder AT, wie Eline sie auch gerne nennt. Bei der Foodblog-Partnerwahl (Ihr erinnert euch: Jeder Foodblog-Autor wählte Rezepte aus dem Blog eines zugeteilten Foodblog-Partners) habe ich mitten ins Schwarze getroffen. Eline und Astrid verbindet nämlich seit ein paar Jahren eine Forenbekanntschaft. Aber dazu mehr im Interview.

Astrid wählte unter anderem Maroni-Schokoladen-Semifreddo mit Whiskysauce für das November-Menü aus. Es war Mitte Juni, als ich das Dessert nachgekocht habe, also leider keine glückliche Jahreszeit für Maroni. So habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und anstelle der echten Maroni “Crème de Marrons” verwendet, ein Überbleibsel aus dem letzten Frankreichurlaub meiner Eltern. Wenn man diesen Weg wählt, sollte man aber mit weniger Zucker arbeiten, weil die Crème an sich schon sehr süß ist. Wahrscheinlich schmeckt das Semifreddo mit echten Maroni viel besser. Ich kann mir vorstellen, dass der Eigengeschmack der Maroni dann sehr viel intensiver ist. Die Abwandlung hat mir trotzdem geschmeckt, auch wenn das Semifreddo nach dem Fotografieren nicht mehr wirklich halbgefroren war und ich vielleicht etwas zu viel Zucker verwendet habe. Eine schöne Abkühlung im Diplomstress war es allemal! Beim nächsten Mal, und das wird nicht bei hochsommerlichen Temperaturen sein, werde ich echte Maroni nehmen und den Tipp zum Schälen der Tante Moidl aus Gries beherzigen. Und nun zum Rezept:

Maroni-Schokoladen-Semifreddo mit Whiskysauce

Für das Semifreddo
400 g Kastanienpüree (am besten selbstgemacht, Tipp siehe hier)
100 g Zucker (wenn man Crème de Marrons nimmt nur ca. 40 g)
2 Eigelb
200 ml Sahne
4 Eiweiß
1 EL Whisky (Eline schlägt einen nicht torfigen Whisky vor)
1 Prise Vanillesalz (Das habe ich glatt vergessen, aber ich kann es in der Zubereitung auch nicht wieder finden)
20 g Zartbitterschokolade

Für die Sauce
1 Bourbon-Vanilleschote
200 ml leichter Zuckersirup
Whisky nach Belieben

Für die Dekoration
Zartbitterschokolade für das Schokoladengitter
Walnusskrokant
Feigen (habe ich leider beim Einkaufen auch nicht bekommen)

Whisky-Sauce
Die Vanilleschote gut auskratzen und das Mark inklusive Schote mit dem Zuckersirup und dem Whisky erhitzen. Die Sauce über Nacht ziehen lassen und vor dem Servieren abseihen.

Semifreddo
1. Das Eigelb mit 50 g des Zuckers (oder eben nur 20 g, wenn man Crème de Marrons nimmt) steif schlagen. 3 EL der Masse beiseite stellen. Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen unter die Eimasse heben und kühl stellen.

2. Sahne steif schlagen, davon 4 EL unter die Schokomasse heben und in einen Spritzbeutel füllen. Eiweiß mit den restlichen 50 g des Zuckers steif schlagen (oder nur mit 20 g).

3. Maronipüree mit der Ei-Zucker-Masse, der Sahne und dem Eiweiß vermengen und in einer Halbkugel-Form (ich habe runde Schälchen genommen) anfrieren. Danach mit einem Teelöffel eine kleine Mulde formen und mit dem Bitterschokoladenmousse befüllen. Das Ganze gut durch frieren.

4. Ein paar Stunden vor dem Servieren das Schokoladengitter vorbereiten: Zartbitterschokolade in einem Gefrierbeutel im Wasserbad erhitzen. Die Spitze des Beutels abschneiden und dann ein Gitter auf Backpapier spritzen. Erkalten lassen.

5. Die Halbkugel etwas antauen lassen, auf das Krokant stürzen und mit Sauce und Schokoladengitter dekorieren.

Fotos: Ariane Bille


Kommentare

  1. Eline - 22. Februar 2011 um 13:55

    Ariane,
    schöön – damit habe ich nicht mehr gerechnet!

  2. Ariane - 22. Februar 2011 um 14:14

    Ich habe Dich und ein paar andere Teilnehmer ganz schön lange warten lassen. Das tut mir leid , ich werde es nachholen :)

  3. Fritz - 28. Februar 2011 um 13:57

    Schön, dass Du den Blog fortsetzt. Ich hatte zwischenzeitlich auch ein paar mal geguckt und es bedauert, dass noch einige Interviews und Rezepte fehlen.

  4. Ariane - 3. März 2011 um 09:26

    Hallo Fritz, diese Woche darfst Du Dich noch auf das Interview von Eline freuen! Schön, dass Du mich trotz unregelmäßiger Posts nicht vergessen hast :-)

  5. chezuli - 3. Mai 2011 um 18:59

    Eline ist sowieso die Queen

  6. Ronja - 9. Mai 2012 um 09:33

    Das sieht unglaublich zauberhaft und lecker aus!

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