Kulinarische Momentaufnahmen
Tuesday, 8. May 2012 - von Ariane

Tarte à la Rhubarbe Meringuée – Schaumig, luftiges Trostpflaster

Drei gute Dinge, die mir heute passiert sind:
1. Claudios Blogeintrag Beim Barte des Rhabarbers!
2. Im Garten meiner Großeltern wächst ein ganzer Rhabarberwald und wartet darauf geerntet zu werden
3. Ich kann mit dem Schaumkrönchen auf dem Kuchen am Blog-Event – schaumig & luftig von Zorra teilnehmen

Eine traurige Sache, die heute passiert ist:
Joschi, der 22 Jahre alte Kater meines Liebsten, musste heute eingeschläfert werden. Ich hätte nicht gedacht, dass mir ein Tier jemals so ans Herz wachsen und mich sein Tod so traurig machen würde.

Sauer macht Lustig, dachte ich mir beim Anblick des Rhabarbers. Claudios Rezept Tarte à la Rhubarbe Meringuée kam mir gerade recht und so buk ich mir ein Trostpflaster.

Zutaten
Mürbeteig für eine Tarteform (20 cm Durchmesser)
50 g Löffelbiskuits
500 g Rhabarber (Claudio hat ihn geschält, ich war zu faul)
150 ml Sahne (Claudio nimmt Halbrahm)
180 ml Crème fraîche
100 Gramm Zucker
4 Eier

Für das Schaumkrönchen
7 Eiweiß
300 g Zucker

Zubereitung
1. Tarteform einfetten, Mürbeteig darauf auslegen, mit einer Gabel einstechen und kurz bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen blind backen. Auskühlen lassen und Löffelbiskuits darauf verteilen.
2. Rhabarber waschen (wer Lust hat kann ihn auch schälen), klein schneiden und auf dem Teigboden verteilen. Sahne, Crème fraîche, Eier und Zucker aufschlagen und über die Rhabarberstückchen geben. Bei 180 Grad (Umluft) auf mittlerer Schiene 30-40 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen.
3. Eiweiß steif schlagen und den Zucker vorsichtig unterrühren. Die Masse in eine Spritztüte geben (wer keine hat kann auch einen Gefrierbeutel nehmen und an einer Spitze aufschneiden) und kleine Schaumkrönchen auf die Tarte spritzen.
4. Die Tarte für weitere 15 Minuten bei 160 Grad im Ofen backen bis die Meringue von Außen hart und Innen weich sind.
5. Lauwarm servieren und ein kleines bisschen weniger traurig sein …

Kommentare

  1. zorra - 9. May 2012 at 07:13

    Ein leckeres Trostpflaster und das mit dem Kater tut mir leid. Haustiere wachsen einem schon ans Herzen. Zum Glück hat er ein stattliches Alter erreicht. Der Kuchen hat geholfen, oder? Danke fürs Mitmachen und die Glückwünsche, und falls du ins Buch möchtest, bitte Infos zuschicken. Ich würde mich freuen.

  2. Ronja - 9. May 2012 at 09:21

    Uuuh… Allein diese Bilder sind ja sündig, wie erst muss sich der Schmauß dieser zauberhaften Kreation anschmecken?

  3. Ariane - 9. May 2012 at 15:59

    Zorra, gu dass Du mich daran erinnerst! Ich schick Dir die Infos heute Abend. Und ja, der Kuchen hat geholfen und hilft immer noch.
    Ronja, der Schmaus schmeckt himmlisch, dank Claudio!

  4. Küchenjunge - 10. May 2012 at 07:17

    Sehr sehr schöne Fotos! Hunger!!!

  5. Ariane - 10. May 2012 at 08:08

    Willstn Stück, Küchenjunge? Hätte da noch ein Stück übrig.

  6. Fauler Sonntag… « tomatenblüte - 19. May 2012 at 22:34

    […] auf mehr? Ariane Heike Su Bolli CharlottenBlog            und viele, viele mehr. Share […]

  7. Lilli - 29. May 2012 at 09:54

    Boah, durfte das Original kosten: ein Feuerwerk für die Sinne! Optisch schon eine Sünde, dann der Duft, aber wirklich Porno (siehe Dampfnudeln!) war das Erlebnis auf der Zunge: außen knackige Baisertüpfchen verschmelzen im Mund mit dem zuckrigen Schaum und der säuerlichen Rhabarberfüllung zu einem Frühsommertraum…

  8. Ariane - 30. May 2012 at 20:10

    Lilli, das Kompliment gebe ich an Claudio weiter!

  9. Hallo April! Rhabarbersirup mit Sternanis und Limette - Bio Blog - 9. January 2020 at 16:29

    […] Kombination mit süßen Zutaten schmeckt mir Rhabarber am besten. Zum Beispiel als Tarte, Eiscreme in Kombination mit Erdbeeren oder einfach als Kompott mit einem Klecks Joghurt oder […]

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