Kulinarische Momentaufnahmen
Thursday, 2. September 2010 - von Ariane

Zorras Buttermilchtoastbrot

Gleich breche ich endlich in den lang ersehnten Urlaub auf. Bevor ich meine Kalifornien-Reise beginne, möchte ich euch noch eine kleine Lese- und Nachkoch-Lektüre hinterlassen. Ganze fünf Wochen sind wir unterwegs und ich hoffe ganz fest, dass ich Zeit finde etwas über die kulinarischen Seiten meiner Reise zu berichten. Ich jedenfalls bin sehr gespannt darauf!

Bevor es los geht wird hier endlich mal wieder gebacken. Auf dem Speiseplan steht Zorras Buttermilchtoastbrot.

Brot habe ich bisher selten selbst gebacken. Kein Wunder – ich habe einen großartigen Bäcker bei mir um die Ecke. Die Auswahl an Broten ist groß, aber Toastbrot habe ich dort noch nicht entdeckt. Sebastian hat das Rezept für mein Buch aus Zorras Archiv gewählt und ich bin heilfroh, dass ich jetzt weiß wie ein gutes Toastbrot schmecken muss. Das schlabbrige Toastbrot aus dem Supermarkt ist ein Witz dagegen! Nach meinem Selbstversuch sage ich: Unbedingt nachbacken, vor allem wenn man ein Toasbrotmuffel ist. (War ich früher auch).

Noch viel besser ist, dass das Brot auch nicht viel Arbeit macht. Für den Vorteig braucht man: 130 g Weizenmehl, 85 g Wasser, 1,5 g frische Hefe und 1,5 g Salz. Der endgültige Teig setzt sich aus 310 g Weizenmehl, 20 g Zucker, 7 g frischer Backhefe und 30 g lauwarmen Wasser, 140 g lauwarmer Buttermilch, 8 g Salz, 40 g weicher Butter und dem oben beschriebenen Vorteig zusammen.

Für den Vorteig werden alle Zutaten vermischt und gut verknetet. Danach wird der Teig mit einem feuchten Tuch bedeckt und darf bei Raumtemperatur gehen. Nach einer Stunde wird er für ca. 12 bis 24 Stunden in den Kühlschrank gestellt und 30-60 Minuten vor der Weiterverarbeitung wieder herausgenommen.

Für den endgültigen Teig wird die Hefe in 30 g lauwarmen Wasser aufgelöst. Die Buttermilch wird zum Vorteig gegeben und danach werden, bis auf das Salz, alle Zutaten in eine Schüssel gegeben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine vier Minuten auf Stufe 1,5 und dann zusammen mit dem SALZ für weitere sechs Minuten durchgeknetet. (Ich habe das Salz leider vergessen bzw. überlesen, sodass das Brot dann etwas wässrig schmeckte). Den Hauptteig für weitere 60 Minuten zugedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen.

Auch ich habe beim Formen des Teigs die 4-Pieces Methode des Bäcker Süppke ausprobiert. Dazu wird der Teig zu einem langen Strang geformt und in vier gleich große Stücke geteilt. Die Teigbällchen werden dann anschließend einzeln in Wasser getaucht und in die gefettete Form gelegt. Jetzt dürfen sie wieder für 60 Minuten bei Raumtemperatur gehen.

Der Backofen wird auf 230 C vorgeheizt und sofort nachdem die Form mit dem Brot im Ofen steht, wird die Temperatur auf 200 C gestellt. Das Toastbrot wird nun erst 30 Minuten gebacken, dann aus der Form genommen und für ca. 15 Minuten zu Ende gebacken. (Zorra hat das Brot die letzten 25 Minuten mit Alufolie bedeckt).

Obwohl ich das Salz vergessen habe hats bestens geschmeckt! Das Rezept zählt auf jeden Fall zu den Rezepten meines Projekts, die ich auch im Nachhinein wieder backen werden. Danke Zorra! Hier gehts zum Originalrezept.

In ein paar Stunden gehts endlich los, ich sitze auf gepackten Koffern und bin richtig aufgeregt!

Übrigens: Wegen der Veröffentlichung meines Buchs bin ich mit zwei Verlagen im Gespräch. Noch ist nichts entschieden, aber ich hoffe sehr dass sich einer der Verlage “traut” mein Buch zu veröffentlichen. Ein paar Vorbestellungen gibt es ja bereits :-)

Ich verabschiede mich jetzt erst mal in den Urlaub und bin gespannt, was sich danach noch alles ergeben wird. Die letzte Zeit war jedenfalls schon sehr aufregend für mich!

Kommentare

  1. Arthurs Tochter - 2. September 2010 at 14:28

    Du machst mir Mut, ich wollte dieses Brot auch schon lange mal ausprobieren.

  2. Arthurs Tochter - 2. September 2010 at 14:29

    Achso, wunderschönen, erholsamen Urlaub! Den hast Du Dir nun wirklich verdient! :)

  3. Hesting - 2. September 2010 at 15:37

    Ich fühle mich immer, wenn ich von selbstgebackenem Toastbrot lese, an die Schilderungen von getoastetem selbstgebackenen Brot in “Schiffsmeldungen” erinnert. Und denke dann “unbedingt nachbacken, unbedingt nachbacken”.
    In diesem Sinne danke an Sebastian für die gute Wahl und an Dich fürs Nachbacken. Brotbacken macht definitiv süchtig. :)

  4. Arthurs Tochter - 3. September 2010 at 12:38

    @Hesting:
    Wunderbares Buch!
    Und gut verfilmt wurde es auch.

  5. ilse aus Minga - 4. September 2010 at 10:19

    In fünf Wochen könnte ich das vielleicht hinkriegen – gute Reise!

  6. Ariane - 8. September 2010 at 19:16

    Astri: Das ist es auf jeden Fall Wert! Ich kanns zum Sonntagsfrühstück empfehlen!
    Den Urlaub genieße ich definitiv! Liebe Grüße aus San Diego (gerade angekommen, der Fahrer schläft sich erst mal aus…) an Dich und alle Anderen!

    Hesting: Das macht es wirklich! Zum Glück durfte ich das fürs Buch noch mal machen! Es kommt nämlich bald noh das “No Knead Bread” von Peppinella!

    Ilse: Danke! Da schaffst Du sogar Fünf :)

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